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30. Juli 2013

Karl Richter in München, 1967 ff. (Teil 2)



Karl Richter auf Konzertreise in Japan 1969

Die Folge 12 handelt von den großen Konzertreisen der Jahre 1967-1970: Schweiz/Italien, Kanada/USA, Russland und Japan.





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19. April 2008

Vor 40 Jahren: Bach in Moskau und St. Petersburg (Russland) - Teil 3 / Schluss -

(Start) (Teil 2)
Aus den Aufzeichnungen von Kieth Engen zur Russland-Tournee des Münchener Bach-Chores und Bach-Orchester vom 14 bis 21. April 1968 nach Moskau und St. Petersburg (damals Leningrad).

In Leningrad, das wir nach nächtlicher Eisenbahnfahrt in sehr bequemen Schlafwagen erreichten, erwartete uns ein ganz besonders schöner Konzertsaal. Der frühere „Adelssaal“ – 1839 erbaut – jetzt: „Leningrader Philharmonie“ – mit 1318 Sitzplätzen und über 800 Stehplätzen. Peter Tschaikowsky dirigierte hier seine 6. Symphonie. Ein merkwürdiger Zufall scheint es wohl gewesen zu sein, daß wir die Johannespassion dort an einem Freitag gaben – und zwar an dem Freitag, der für die russisch-orthodoxe Kirche der Karfreitag ist. Samstag darauf die h-Moll-Messe; beide Konzerte wieder vor ausverkauften Häusern.



Im berühmten Treppenaufgang der Eremitage von St. Petersburg, dem damaligen Leningrad

Wir waren insgesamt 40 Stunden in Leningrad und haben zwischen den beiden Konzerten unser Bestes getan, einen Bruchteil der zahlreichen Schönheiten, die diese Stadt in überreichem Maße anbietet, in uns aufzunehmen. Und an diesem Punkt möchte ich ein Loblied auf unseren Bach-Chor anstimmen. Nach drei großen Konzerten, Proben, Sightseeing, drei langen Empfängen und dem ständigen Drang, Eindrücke zu sammeln – je mehr je besser –, sollten sie an dem letzten Abend die h-Moll-Messe singen, jenes Werk, welches sicher zum Schwierigsten gehört, was Bach je für Chor geschrieben hat.




Konzertplakat vor der St. Petersburger Philharmonie

Sie hatten allen Grund, müde zu sein – körperlich und stimmlich, aber dann passierte eines dieser Wunder, das wir manchmal auf dem Podium oder auf der Bühne erleben dürfen: Sie sangen eine der schönsten h-Moll-Messe, die ich sie je habe singen hören. Ich glaube, ich darf es auch im Namen meiner Solistenkollegen, des großartigen Bach-Orchesters und Karl Richters aussprechen: Es war eine Freude, an diesem Abend Euer Partner zu sein.




Titelseite des Konzertprogramms in St. Petersburg

Das Publikum muß ähnlich gefühlt haben, denn der rhythmische Applaus währte nicht lange, sondern entwickelte sich bald zu warmen, 17 Minuten anhaltenden Beifallskundgebungen, die auch nicht endeten, als Chor und Orchester das Podium verließen. Sofort nach dem Konzert wurden wir wieder in Bussen zum Flugplatz und zu unserer Lufthansamaschine transportiert, die Frankfurt verlassen hatte, eine Stunde, nachdem wir die h-Moll-Messe in Leningrad begonnen hatten.




Vor dem Rückflug von St. Petersburg nach München

Ein Satz, gesprochen von dem Leiter des Leningrader Konservatoriums während des ersten Empfanges in Leningrad, sollte, so meine ich, in allen Grundgesetzen aller Länder verankert sein: „Die Musik ist der beste Baustein für Freundschaft.“
Und wie die Eröffnungsworte der Johannes-Passion (in Moskau) die Wahrheit weit über ihre äußere Bedeutung hinaustragen, so wünschte ich, daß die letzten Worte der h-Moll-Messe, in Leningrad gesungen, in die Herzen aller Menschen geschrieben wären; ohne Rücksicht auf Hautfarbe, Nationalität, politischen oder religiösen Glauben: Dona nobis pacem – gib uns Frieden.

(Schluss)

17. April 2008

Vor 40 Jahren: Bach in Moskau und St. Petersburg (Russland) - Teil 2 -

(Fortsetzung)
Aus den Aufzeichnungen von Kieth Engen zur Russland-Tournee des Münchener Bach-Chores und Bach-Orchester vom 14 bis 21. April 1968 nach Moskau und St. Petersburg (damals Leningrad):

Die Tonhöhe unserer Orchesterinstrumente muß auf die der Orgel umgestimmt werden, und zum Jubel der Sänger wird festgestellt, daß die russische Tonhöhe fast um ein Viertel eines Tones tiefer liegt als die im Westen gebräuchliche. Aber selbst der mit absolutem Gehör behaftete Karl Richter bestätigt, daß unsere östlichen Kollegen nicht zu tief, sondern daß wir im Westen zu hoch gestimmt sind. Das ist nicht politisch gemeint.



Probe für Bachs Johannes-Passion mit Karl Richter und Ursula Buckel

Während der Probe füllt sich der Balkon des Zuschauerraums mit Studenten, die von ihren Vorlesungen kommen. Jetzt erfahren wir auch, daß unseren Konzerten ein überwältigend großes Interesse entgegengebracht wird. Der normale Preis für eine Konzertkarte beträgt zirka zwei Rubel, der höchste Preis für eine Opernkarte im Bolschoitheater drei Rubel – die teuersten Karten für unsere Konzerte kosten fünf Rubel (ein Rubel ist etwas mehr als ein Dollar) – aber beide Konzerte waren innerhalb weniger Stunden ausverkauft.




Probe für Bachs Johannes-Passion mit Karl Richter und Ernst Haefliger

Polizeiliche Absperrungen und Menschenmassen vor dem Konservatorium am Abend. Die Karteninhaber müssen vier Kontrollen passieren, ehe sie in den Saal gelassen werden, viele müssen draußen bleiben; die Crème de la Crème von Moskau ist zu dem Konzert gekommen – und doch gibt es eine Loge, die leer bleibt, die schönste, die prächtigste, die mit roten Teppichen geschmückte, die Regierungsloge. Man sagt uns zwar, daß diese Loge äußerst selten besetzt ist, aber schließlich wurde unsere Tournee nur ermöglicht durch die offizielle Genehmigung der sowjetischen Regierung; doch die Loge bleibt leer – für beide Konzerte. Es gab für das erste Konzert eine russische Fahne und, nach längeren Kämpfen unseres deutschen Impresarios, auch eine deutsche Flagge auf dem Podium. Das zweite Konzert sangen wir fahnenlos.




Probe für Bachs h-moll-Messe mit Karl Richter und Hertha Töpper

Die Johannes-Passion beginnt mit den Worten: „Herr, unser Herrscher, dessen Ruhm in allen Landen herrlich ist! Zeig uns durch deine Passion, daß du, der wahre Gottessohn, zu aller Zeit, auch in der größten Niedrigkeit, verherrlicht worden bist.“ Diese Worte erklingen in einem Land, wo es der Kirche wohl erlaubt ist, zu existieren, aber wo seit 50 Jahren keine Bibel gedruckt wurde, wo man keine Bibel kaufen kann – und wo es trotz wiederholter Anstrengungen von Seiten deutscher diplomatischer Kreise nicht möglich war, den Wortlaut der Passion im Programmheft abzudrucken.




Die Titelseite des Konzertprogramms von Bachs h-moll-Messe

Dies ist wahrscheinlich der Hauptgrund, warum ich mich innerlich frage, wie viele unserer Zuhörer die wahre Bedeutung der Johannes-Passion erfassen konnten. Sicherlich war es eine ganze Menge; viele, die den biblischen Text kannten, und viele, die die deutsche Sprache beherrschten – und doch glaube ich, daß ein großer Teil des Publikums „nur“ der Musik gefolgt ist, sich aber den Quellen dieser Musik, dem Johannes-Evangelium, nicht nähern konnten.




Die Mitwirkenden bei Bachs h-moll-Messe

Trotzdem muß ich sagen, daß das Publikum sowohl in Moskau als auch in Leningrad zu dem besten gehört, das mir je begegnet ist. Das konzentrierte, gespannte Interesse, mit dem es die Konzerte bis zum Ende verfolgte, kann wohl von keinem Publikum irgendeines Landes auf der ganzen Welt übertroffen werden. Am Ende des Konzertes erlebten wir unseren ersten typisch russischen Applaus. Ein Applaus, der in der uns gewohnten Weise beginnt, sich aber bald zu einem rhythmischen Unisonoklatschen entwickelt, das bis zum Ende nicht mehr variiert – nicht in der Lautstärke und nicht in dem eintönigen Rhythmus.




Pierre-Jacques Thibaut und Karl Richter bei der Probe zu Bachs h-moll-Messe

Am nächsten Abend, für das Konzert der h-Moll-Messe, gab es einen noch größeren Andrang, die Polizeisperre wurde von vielen Menschen durchbrochen, und die Gänge auf dem Balkon waren brechend voll von jungen Menschen, die sich hier noch einen letzten Stehplatz erjagten. Bei uns würde ein solcher Andrang in den Gängen zum sicheren Nervenzusammenbruch aller Feuer- und Ordnungshüter führen, aber nichts dergleichen schien in Moskau zu passieren.




Empfang in der Deutschen Botschaft vor der Weiterfahrt nach Leningrad

(Fortsetzung folgt)

14. April 2008

Vor 40 Jahren: Bach in Moskau und St. Petersburg (Russland)

Vom 14. – 21. April gastierte Karl Richter mit dem Münchner Bach-Chor und dem Münchener Bach-Orchester in Russland (Teil der damaligen UdSSR). In sechs Tagen fanden insgesamt vier Konzerte in Moskau und St. Petersburg (dem damaligen Leningrad) statt. Auf dem Programm standen die Johannes-Passion und die h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach. Die Tournee wurde im Rahmen des deutsch-sowjetischen Kulturaustausches arrangiert und war das 'Gegengastspiel' zum Auftreten des Staatlichen Sinfonieorchesters der UdSSR im November 1967 in der Bundesrepublik Deutschland.

Kieth Engen fasste seine Eindrücke von dieser Gastspielreise im Folgenden zusammen:



Kieth Engen, Solist der Bass-Partien dieser Konzertreise

Die Gedanken fliegen in verschiedene Richtungen, wenn man sich zwischen Himmel und Erde, zwischen München und Moskau befindet, in einer Boeing 707 der Lufthansa, namens „Berlin“. Was ist wohl seltsamer? Die Tatsache, daß wir die Strecke in 2 Stunden und 48 Minuten zurücklegen, oder daß dieses Gastspiel nun tatsächlich zustande gekommen ist und daß wir morgen die Johannes-Passion aufführen werden in der Hauptstadt eines großen Landes, dessen Regierung zu einer nicht unbedeutenden Richtlinie ihrer Politik den Atheismus erwählt hat?

Oder daß hier ein Apparat von 143 Musikern „unterflugs“ ist – 97 Mitglieder des Chores, 41 des Orchesters und unser Sängerquintett, in dem sich wieder – siehe deutsch-sowjetischer Kulturaustausch – nur eine einzige gebürtige Deutsche (Wohnsitz: Genf!) befindet, nämlich unsere Sopranistin Ursula Buckel? Hertha Töpper ist Österreicherin, Ernst Haefliger Schweizer, Peter van der Bilt Holländer und der Baß ein zwar bajuwarisierter, aber immerhin doch – Amerikaner. Wir haben auch zwei sowjetische Bürger an Bord, Navigatoren, die den deutschen Kollegen behilflich sind, den Weg nach Moskau nicht zu verfehlen.




Im Hotel UKRAINA waren alle Mitwirkenden während der drei Tage in Moskau untergebracht.

Wir überfliegen Warschau und Minsk und landen in der Abenddämmerung in Moskau. München hatte unsere Maschine 15.19 Uhr verlassen, der Zeitunterschied beträgt zwei Stunden. 30 Minuten später ist die „Berlin“ bereits wieder auf dem Rückflug in die Bundesrepublik. Seltsame Sprachgepflogenheiten: Die Zollerklärungen, die wir alle für unser Gastland ausfüllen müssen, sind in französischer Sprache abgefaßt. Aber alle Beschriftungen auf dem Moskauer Flugplatz in Russisch und – Englisch. In fünf großen Bussen werden wir zu unserem Hotel befördert. Erster Eindruck von der Straße: Viele Lastwagen und Busse, weiße Taxis und, obwohl es nun fast 9 Uhr Abend ist, geöffnete Friseurläden, die anscheinend durchwegs gut besucht sind.



Konzertplakat vor dem Tschaikowsky-Konservatorium

Die Probe findet am nächsten Morgen im großen Saal des Konservatoriums statt; ein schöner Saal, geschmückt mit 14 Portraits großer Komponisten – darunter Bach, Beethoven, Mozart, Schubert, Schumann und Wagner. Die Orgel auf dem Podium stammt aus Paris, zwei große Konzertflügel – ebenfalls auf dem Podium – aus dem amerikanischen Haus Steinway, und das Cembalo ist "Made in Germany".





Probe für Bachs Johannes-Passion mit Karl Richter und Hertha Töpper
(Fortsetzung folgt)

2. April 2008

Die Ära Karl Richter in München: Die Jahre 1969 ff. [DE]

Der absolute Höhepunkt für alle Mitwirkenden in Chor und Orchester war zweifelsohne die knapp dreiwöchige Japan-Tournee im Frühjahr 1969 mit zwölf Konzerten in Tokio, Osaka und Yokohama. Auf dem Programm standen ausschließlich Werke von Bach: die h-moll-Messe, die beiden Passionen, das Magnificat und weitere Kantaten sowie Orchesterwerke.



Vor dem Abflug in München Riem

Paul Meisen

"Japan war sicherlich der Höhepunkt. Beeindruckt waren wir von der Wechselwirkung vom Podium aus, Karl Richters Ausstrahlung, aber auch die Wechselwirkung vom Publikum her. Es war die erste ungekürzte Aufführung der Matthäus-Passion, die in Japan erklungen ist. Und wir erinnern uns an den wunderschönen großen Saal Bunka Kaikan, voll bis auf den letzten Platz, und das Publikum hatte die Texthefte vor sich. Sie verfolgten alle einzeln den Text in Deutsch. Und sie blätterten alle um, wir spürten, dass alle umblätterten, wir hörten aber kein Geräusch, die Konzentration war so faszinierend. Das war wohl die beeindruckendste Matthäus-Passion meines Lebens. Diese Geschlossenheit, diese Einheit zwischen Hörern und Spielern, da ging kein Blatt dazwischen, das war ein Ganzes. Für mich war es das Erlebnis der Matthäus-Passion."



Bachs Hohe Messe in Bunga Kaikan, Tokyo

Für die zweite Russland-Tournee 1970 war eigentlich Karl-Christian Kohn als Bassist vorgesehen gewesen, zumal neben der h-moll-Messe als zweites Werk Haydns Jahreszeiten auf dem Programm stand.

Karl Christian Kohn

"Mein Vater war krank, und wir wussten, dass das nicht mehr sehr lange gehen würde. Aber dass das ausgerechnet zu meinem Geburtstag dann kam, das hat mich so erschüttert. Es war es mir einfach nicht möglich, zu singen. Ich habe auch mit Richter noch gesprochen, mir war es nicht möglich, den Fuß aus dem Haus zu setzen und zu sagen, ich singe jetzt. Obwohl mich alle bekniet haben, komm doch, sing doch. Ich hab gesagt, ich will meinen Vater noch einmal sehen, ich fahre zu meinem Vater nach Hause und beerdige ihn."

Für Karl-Christian Kohn sollte nun Siegmund Nimsgern einspringen, der in den Folgejahren eine feste Größe in Richters Gesangsensemble darstellte.



Siegmund Nimsgern

Siegmund Nimsgern

"Ich wurde aus München von Herrn Vetter, dem damaligen Organisator, angerufen: „Wir stehen hier am Flughafen und wollen nach Moskau und Leningrad, mit h-moll-Messe und Jahreszeiten, mit dem Münchener Bach-Chor unter Karl Richter, können Sie kommen?“ Ich hab gesagt, ja wunderbar. „Sie kriegen ein Pre-paid-Ticket, Sie fliegen heute Mittag nach Kopenhagen, da übernachten Sie und am nächsten Tag fliegen Sie nach Moskau ohne Visum, Sie werden dort abgeholt, bekommen ihr Visum, und am Abend ist im Tschaikowsky-Konservatorium die h-moll Messe, ohne Probe, ohne alles.“

Dort sah zum ersten Mal in meinem Leben live Karl Richter. „Guten Abend“, „Ja, Sie kennen das Stück, ja gut, okay.“ Getrennt kamen wir dann im Tschaikowsky-Konservatorium an, Richter strich mir kurz über die Wange und sagte: „Sie kennen das ja alles“, um sich noch mal zu versichern. Ich sagte: „Ja, alles okay“, und dann habe ich das gesungen, was er mir vorgegeben hat. Die ganzen Tempi usw., das war alles richtig. Wir haben uns fast blind, ohne ein Wort, verstanden. Und ich glaube, er hat das auch so empfunden. Und ich war natürlich glücklich und stolz, mit diesem für mich fast Halbgott in Sachen Bach, Karl Richter, und mit dem Bach-Chor auf diese Weise zusammen zu kommen."



Karl Richter

In 1967 hat Siegmund Nimsgern den Mendelssohn-Wettbewerb in Berlin gewonnen.

Siegmund Nimsgern

"Da hab ich natürlich Mendelssohn gesungen, unter anderem. Und ich glaube, dass ich mit der Arie, die ich immer bei Wettbewerben gesungen habe: „Ist nicht des Herren Wort wie ein Feuer“ natürlich die Leute begeistert habe. Dieses Stück haben die anderen immer gefürchtet, weil es eben die reinste Materialschlacht ist. Ich habe auch Ravel, ich habe alles mögliche gesungen, aber zu dem Elias hatte ich schon immer ein besonderes Verhältnis, er hat mich vom Anfang meiner Karriere an bis heute begleitet. 1964 habe ich ihn zum ersten Mal gesungen, da war ich noch im Studium. Ich glaube, dass ich sogar mit meiner bescheidenen Mitwirkung ab und zu diesen Elias für manche Chöre und für manche Dirigenten durchgesetzt habe. Ich habe gezeigt, das ist eine tolle Rolle, das ganze Stück ist toll."



Probe im Großen Saal des Tschaikowsky-Konservatoriums, Moskau