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24. November 2016
To all our friends and follower in Japan
Just released from the Kawade Shobo Shinsha editorial department
Karl Richter
KAWADE Dream Mook Literary, Supplementary Volume
November 25, 2016
208 pages, Softcover
ISBN 978-4-309-97906-9
1404 ¥
The book is immediately available at specialized bookshops, from the publisher and Amazon.jp
We asked our contact and editor Prof. Tatsuhiko Itoh from the ICU - International Christian University, Tokyo to send as a short description to share here and on our Blog
Karl Richter
KAWADE Dream Mook Literary, Supplementary Volume
November 25, 2016
208 pages, Softcover
ISBN 978-4-309-97906-9
1404 ¥
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15. Oktober 2016
Karl Richter zum 90. Geburtstag
Heute am 15. Oktober 2016 wäre Karl Richter 90 Jahre alt geworden.
Eine Würdigung auf WDR 3 TonArt
Im Porträt: Karl Richter zum 90. Geburtstag
WDR 3 TonArt 14.10.2016 | 09:55 Min.
Sammlung zum Dirigenten Karl Richter
WDR 3 TonArt | 14.10.2016 | 08:56 Min.
"Johannes Martin ist leidenschaftlicher Sammler von allem, was er zu Karl Richter finden kann. 5 Jahre lang war er in den 60er Jahren Mitglied des Münchener Bach-Chores, den Richter gegründet hatte. Im Interview spricht er über seine Sammlung."
nnnn
nnnn
Dietrich Fischer-Dieskau über Karl Richter:
Als Karl Richter mit 54 Jahren an Herzversagen starb, gab es große Bestürzung allerorten. Denn Ruhm und Wirkung der von ihm geschaffenen neuen Bach-Tradition und seine Schöpfung des einst weltberühmten Bach-Chores, eines Laien-Chores von professionellem Zuschnitt, hatten eine geradezu hymnische Verehrung in allen Weltteilen geerntet, wie sie kein anderer Kantor des 20. Jahrhunderts - außer vielleicht seinen beiden Lehrern Karl Straube und Günther Ramin - je für sich in Anspruch nehmen konnte. Diese beiden großen Lehrmeister, in deren Obhut Richter, neben der chorischen Erziehung durch Rudolf Mauersberger, aufwuchs, vermittelten ihm die Aufführungspraxis mindestens dreier Generationen...
...Unglaublich immer wieder die Gedächtnisleistung: Ihm war das gesamte Tastenwerk wie alles, was Bach der menschlichen Stimme anvertraut hat, im Kopf und sofort verfügbar. Oft war er bis zum Konzertbeginn nicht völlig sicher, was auf dem Programmzettel stand. Und im Grunde konnte erst auf dem Weg über seine Interpretationen auf der Orgel oder dem Cembalo wirklich ermessen werden, wie seine Bach-Auffassung sich von Jahr zu Jahr rundete: von äußerster Strenge und Sachlichkeit ausgehend, wuchs er zum Ausdruck jener glutvollen Frömmigkeit, die ihn beseelte.
Wenig kümmerte sich Richter um musikwissenschaftliche Revolutionen, um die jüngere Bach-Forschung. Er ließ sein Bach-Orchester auf modernen Instrumenten spielen und richtete sein ganzes Bemühen daran aus, eine Intensität zu vermitteln, die eine seiner spezifischen Qualitäten ausmachte. Während der Aufführungen enthusiasmierte er Ausführende wie Hörende, und nie konnten die genau Einstudierten sicher sein, ob sie nicht geheimnisvoll in ganz andere Ausdruckssphären und damit andere Tempi und Lautstärken geführt wurden, nicht wissend, wie ihnen geschah. Kein bequemer Künstler war er, folglich auch kein bequemer Mensch. So hat er nicht bloß Anstöße gegeben, sondern auch Anstoß erregt. Wer wie er sein ganzes Leben einsetzt, ohne Rücksicht auf das Herz oder die immer gefährdeten Augen, der kann auch unduldsam bis zur Härte werden, wenn es um das Werk, die Leistung - und nicht zuletzt ums Ansehen ging...
Er hat das Leben aller, die Musik lieben, reicher gemacht. Und er wäre noch zu damals nur geahnten symphonischen Ufern aufgebrochen. Meine letzte Begegnung mit ihm bei einem Deutschen Requiem von Brahms in Baden-Baden ließ den großen Atem und die Ausdruckstiefe spüren, die er als Dirigent verwirklichen konnte. Auf dem Gebiet der Oper - ich durfte Händels Cesare und Glucks Orfeo mit ihm musizieren - bewährte sich außer seiner improvisatorischen Spannkraft eben jener Umgang der menschlichen Stimme, den ihm das große, aber durch ihn selbst als beendet erklärte Kantaten-Projekt auf der Schallplatte beschert hatte.
(entnommen dem Textbeitrag, den Dietrich Fischer-Dieskau unserer Buch-Dokumentation "Karl Richter - Zeitzeugen erinnern sich) dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat)
Eine Würdigung auf WDR 3 TonArt
Im Porträt: Karl Richter zum 90. Geburtstag
WDR 3 TonArt 14.10.2016 | 09:55 Min.
Sammlung zum Dirigenten Karl Richter
WDR 3 TonArt | 14.10.2016 | 08:56 Min.
"Johannes Martin ist leidenschaftlicher Sammler von allem, was er zu Karl Richter finden kann. 5 Jahre lang war er in den 60er Jahren Mitglied des Münchener Bach-Chores, den Richter gegründet hatte. Im Interview spricht er über seine Sammlung."
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Dietrich Fischer-Dieskau über Karl Richter:
Als Karl Richter mit 54 Jahren an Herzversagen starb, gab es große Bestürzung allerorten. Denn Ruhm und Wirkung der von ihm geschaffenen neuen Bach-Tradition und seine Schöpfung des einst weltberühmten Bach-Chores, eines Laien-Chores von professionellem Zuschnitt, hatten eine geradezu hymnische Verehrung in allen Weltteilen geerntet, wie sie kein anderer Kantor des 20. Jahrhunderts - außer vielleicht seinen beiden Lehrern Karl Straube und Günther Ramin - je für sich in Anspruch nehmen konnte. Diese beiden großen Lehrmeister, in deren Obhut Richter, neben der chorischen Erziehung durch Rudolf Mauersberger, aufwuchs, vermittelten ihm die Aufführungspraxis mindestens dreier Generationen...
...Unglaublich immer wieder die Gedächtnisleistung: Ihm war das gesamte Tastenwerk wie alles, was Bach der menschlichen Stimme anvertraut hat, im Kopf und sofort verfügbar. Oft war er bis zum Konzertbeginn nicht völlig sicher, was auf dem Programmzettel stand. Und im Grunde konnte erst auf dem Weg über seine Interpretationen auf der Orgel oder dem Cembalo wirklich ermessen werden, wie seine Bach-Auffassung sich von Jahr zu Jahr rundete: von äußerster Strenge und Sachlichkeit ausgehend, wuchs er zum Ausdruck jener glutvollen Frömmigkeit, die ihn beseelte.
Wenig kümmerte sich Richter um musikwissenschaftliche Revolutionen, um die jüngere Bach-Forschung. Er ließ sein Bach-Orchester auf modernen Instrumenten spielen und richtete sein ganzes Bemühen daran aus, eine Intensität zu vermitteln, die eine seiner spezifischen Qualitäten ausmachte. Während der Aufführungen enthusiasmierte er Ausführende wie Hörende, und nie konnten die genau Einstudierten sicher sein, ob sie nicht geheimnisvoll in ganz andere Ausdruckssphären und damit andere Tempi und Lautstärken geführt wurden, nicht wissend, wie ihnen geschah. Kein bequemer Künstler war er, folglich auch kein bequemer Mensch. So hat er nicht bloß Anstöße gegeben, sondern auch Anstoß erregt. Wer wie er sein ganzes Leben einsetzt, ohne Rücksicht auf das Herz oder die immer gefährdeten Augen, der kann auch unduldsam bis zur Härte werden, wenn es um das Werk, die Leistung - und nicht zuletzt ums Ansehen ging...
Er hat das Leben aller, die Musik lieben, reicher gemacht. Und er wäre noch zu damals nur geahnten symphonischen Ufern aufgebrochen. Meine letzte Begegnung mit ihm bei einem Deutschen Requiem von Brahms in Baden-Baden ließ den großen Atem und die Ausdruckstiefe spüren, die er als Dirigent verwirklichen konnte. Auf dem Gebiet der Oper - ich durfte Händels Cesare und Glucks Orfeo mit ihm musizieren - bewährte sich außer seiner improvisatorischen Spannkraft eben jener Umgang der menschlichen Stimme, den ihm das große, aber durch ihn selbst als beendet erklärte Kantaten-Projekt auf der Schallplatte beschert hatte.
(entnommen dem Textbeitrag, den Dietrich Fischer-Dieskau unserer Buch-Dokumentation "Karl Richter - Zeitzeugen erinnern sich) dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat)
10. Oktober 2016
Angebot: Zum 90. Geburtstag Karl Richter am 15. Oktober 2016
Am kommenden Samstag, den 15. Oktober 2016, wäre Karl Richter 90 Jahre alt geworden.
Anlässlich des runden Geburtstags biete ich ihnen meine wichtigsten Dokumentationen über Karl Richter, Zeitzeugen und Zeitdokumente zum Vorzugspreis an. Unter anderem die einzige noch verfügbare (deutschsprachige) Dokumentation Karl Richter - Zeitzeugen erinnern sich
zu einem Vorzugspreis an. Die Dokumentation über Karl Richter gibt es sowohl als gedrucktes Buch (in einer 2., erweiterten Auflage) und als eBook direkt vom Autor Johannes Martin.
Zur Übersicht der noch verfügbaren Bücher und DVD's
Bei Interesse erbitte ich um eine Nachricht.
Anlässlich des runden Geburtstags biete ich ihnen meine wichtigsten Dokumentationen über Karl Richter, Zeitzeugen und Zeitdokumente zum Vorzugspreis an. Unter anderem die einzige noch verfügbare (deutschsprachige) Dokumentation Karl Richter - Zeitzeugen erinnern sich
zu einem Vorzugspreis an. Die Dokumentation über Karl Richter gibt es sowohl als gedrucktes Buch (in einer 2., erweiterten Auflage) und als eBook direkt vom Autor Johannes Martin.
Zur Übersicht der noch verfügbaren Bücher und DVD's
Bei Interesse erbitte ich um eine Nachricht.
22. April 2016
Heute vor 100 Jahren, am 22. April 1916, wurde der Geiger Yehudi Menuhin geboren
Die Fotos zeigen Yehudi Menuhin - * 22. April 1916 in New York City † 12. März 1999 in Berlin - zusammen mit Karl Richter bei der Ansbacher Bachwoche 1956.
14. Februar 2016
Karl Richters 35. Todestag
† am 15. Februar 1981
Im Trauergottesdienst am 20. Februar 1981 in der Markuskirche München sprach auch der vor gut zwei Wochen verstorbene Flötist und Freund Karl Richters, Aurèle Nicolet.
"Eines beschäftigte Karl Richter ständig vor seinem Tod: Die letzten Zeilen von Martin Luther, verfasst in Eisleben, mit dem Datum 16. II. 1546, die man zwei Tage später auf seinem Totenbett fand. Karl Richter zeigte mir vor zehn Tagen das Blatt, das er stets bei sich trug, mit diesem lateinischen Text, dessen deutsche Übersetzung lautet:
Karl Richter sagte dazu: In der Zeit, die mir noch zum Leben bleibt, muß ich lernen und Musik memorieren, nicht nur auswendig und künstlerisch - sondern par Coeur.
Diese Einstellung zum Leben galt bei ihm für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wir sind glücklich, dass solche großen Geister existieren und als lebendiges Beispiel verbleiben."
Gedenktafel am Eingang zur Markuskirche in München
Im Trauergottesdienst am 20. Februar 1981 in der Markuskirche München sprach auch der vor gut zwei Wochen verstorbene Flötist und Freund Karl Richters, Aurèle Nicolet.
"Eines beschäftigte Karl Richter ständig vor seinem Tod: Die letzten Zeilen von Martin Luther, verfasst in Eisleben, mit dem Datum 16. II. 1546, die man zwei Tage später auf seinem Totenbett fand. Karl Richter zeigte mir vor zehn Tagen das Blatt, das er stets bei sich trug, mit diesem lateinischen Text, dessen deutsche Übersetzung lautet:
1. Niemand kann Vergil in seinen Hirtengedichten verstehen, wenn er nicht fünf Jahre Hirte war. Niemand kann Vergil in seinen Gedichten vom Landbau verstehen, wenn er nicht fünf Jahre Landmann war.Du, lege nicht die Hand an jene göttliche Aeneis, sondern bete gebeugt ihre Fußspuren an! Wir sind Bettler, das ist wahr!
2. Niemand kann Cicero in seinen Briefen völlig verstehen, wenn er nicht zwanzig Jahre in einem hervorragenden Staatswesen beschäftigt war.
3. Niemand meine, die Heilige Schrift genügend in sich aufgenommen zu haben, wenn er nicht hundert Jahre die Kirchen mit den Propheten, mit Johannes dem Täufer, Christus und den Aposteln geleitet hat.
Karl Richter sagte dazu: In der Zeit, die mir noch zum Leben bleibt, muß ich lernen und Musik memorieren, nicht nur auswendig und künstlerisch - sondern par Coeur.
Diese Einstellung zum Leben galt bei ihm für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wir sind glücklich, dass solche großen Geister existieren und als lebendiges Beispiel verbleiben."
Gedenktafel am Eingang zur Markuskirche in München
13. Februar 2015
Karl Richters 34. Todestag
† am 15. Februar 1981




Karl Richters letzte Ruhestätte auf dem Friedhof Zürich-Enzenbühl
Karl Richters letzte Ruhestätte auf dem Friedhof Zürich-Enzenbühl









