Posts mit dem Label h-moll-Messe werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label h-moll-Messe werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

28. April 2014

Karl Richter vor 45 Jahren - Japan (3)

Die ersten Konzerte in Tokio



Bachs h-moll-Messe im Nissei-Theater




Probe für das Kantatenkonzert im Nissei-Theater

Von diesem Kantatenkonzert gibt es den privaten Mitschnitt eines japanischen Musikfreundes.
Hier der Beginn von Bachs Magnificat BWV 243.









Am Vormittag dieses Sonntags spielte Karl Richter, ebenfalls im Nissei-Theater, Bachs Goldberg-Variationen BWV 988. Dieses Konzert ist beim Label ALTUS auf CD dokumentiert.

Fotos und Dokumente sind dem vierten Band der Karl Richter -Zeitdokumente entnommen.

24. April 2009

Karl Richter in Japan (3)

Die ersten Konzerte in Tokio




Bachs h-moll-Messe im Nissei-Theater




Probe für das Kantatenkonzert im Nissei-Theater

Von diesem Kantatenkonzert gibt es den privaten Mitschnitt eines japanischen Musikfreundes.
Hier der Beginn von Bachs Magnificat BWV 243.










Am Vormittag dieses Sonntags spielte Karl Richter, ebenfalls im Nissei-Theater, Bachs Goldberg-Variationen BWV 988. Dieses Konzert ist auf CD (ALT096) dokumentiert.

Karl Richter in Japan (2)

Konzerttermine - Solisten - Proben



Plakat-Ankündigung am Nissei-Theater


Konzert-Termine in Tokio
(Vergrößern)





Die Gesangssolisten:
(Vergrößern)

Ursula Buckel (Sopran) - Marga Hoeffgen (Alt) - Ernst Haefliger (Tenor) - Kieth Engen (Bass) - Peter van der Bilt (Bass) - Ernst-Gerold Schramm (Bass)

5. Dezember 2008

Karl Richter - Zeitdokumente 4 (1952)

Erstmals Aufführung von groß besetzten Bach-Werken

Gleichzeitig mit der Erarbeitung der Motetten-Literatur für die neu eingerichteten Abendmusiken studierte Karl Richter mit dem Heinrich-Schütz-Chor in seinem ersten Münchner Jahr auch drei der bedeutendsten Werke J. S. Bachs ein.



Die Hohe Messe h-moll erklang erstmals unter Richter im Februar 1952.



Die Johannes-Passion folgte am Mittwoch in der Karwoche.



Der erste Teil des Weihnachtsoratiums (Kantaten I - III) beendete im Dezember ein arbeitsintensives Chorjahr 1952.

7. Oktober 2008

Neue CD mit Karl Richter - Nachtrag

Als Ergänzung zum Blogeintrag vom 08.09.2008 möchte ich zwei Dokumente anführen, die ich zur Aufführung von Bachs h-moll-Messe am 30. November 1958 in der Lukaskirche München in meinem Programm-Archiv gefunden habe. Eigentlich wäre das ja Sache des Herausgebers gewesen, und eine kurze Nachfrage hätte nicht geschadet.



Titelseite des Konzertprogramms mit allen Vokal- und Instrumentalsolisten

Kritik von Karl Heinz Ruppel in der SZ (5. Dezember 1956)

...müsste eine Veranstaltung wie die Münchener Bach-Tage davor bewahrt bleiben, nur eben als traditionell wiederkehrendes Ereignis im Ablauf des Konzertjahres zu figurieren. Hier im besonderen aber bleibt sie noch dank der mitreißenden Lebendigkeit, die ihr durch Karl Richters vitales Musikertum zuteil wird, vor jedem Abgleiten in bloße Traditionsroutine bewahrt. Ob es um den gesellschaftlichen Bach der Orchestersuiten oder den geistlichen der Kantaten, um den Hymniker und Mystiker der h-Moll-Messe oder den Kontrapunktiker der Orgelwerke geht, immer sind es die innersten Kräfte der Musik, die von Richter aufgerufen und in der tönend bewegten Form transparent gemacht werden.

Im Monumentalbau der Hohen Messe stehen die gewaltigen Chöre, vom Münchener Bach-Chor souverän und deklamatorisch ebenso präzis wie vielstufig im Dynamischen gemeistert, wie die mächtigen Pfeiler einer Sakralarchitektur da, um die sich die zierlichen und festlichen Ornamente der Instrumentalsoli mit dekorativer Pracht ranken.

Als Bach-Spieler hohen Ranges erwiesen sich dabei Heinz Endres (Violine), Walter Theurer (Flöte), Hans Brückner und Andreas Schwinn (Oboe d’amore) und Georg Donderer (Trompete); und wenn es in den Fundamenten donnert, weiß man, dass sie dennoch nie ins Wanken kommen, denn diesen Donner regiert rhythmisch und klanglich die Meisterhand Ludwig Porths an den Pauken.


In dem ausgezeichneten Soloquartett der Gesangspartien mit Antonia Fahberg, Gert Lutze und Franz Kelch führte Hertha Töpper; die hervorragende Altistin der Staatsoper ist in wenigen Jahren eine der besten und stilkundigsten Bach-Sängerinnen geworden, die wir heute haben.


Kritik von Ludwig Wismeyer im Münchner Merkur (5. Dezember 1965)

... Bachs Hohe Messe singt der Münchener Bach-Chor unter Karl Richter als ein heiliges Werk. München darf auf den hohen Stand seiner Bachpflege seinen internationalen Stolz haben: beste Leipziger Tradition bindet sich mit Richters ausdrucksstarker Inspiration in dem elastisch und maßvoll musizierenden Instrument des Chores. Die gesunde Mitte zwischen frommer Zurückhaltung und innerer Anteilnahme gibt die Kraft der Überzeugung und die Wirkung jenes Bach, der - in strengen Formen zwar - doch ein echter Musikant Gottes gewesen ist.

Da auch das Kammerorchester mit seinen stilsicheren Solisten und das ariose Gesangsquartett Antonia Fahberg, Hertha Töpper, Gert Lutze und Franz Kelch von gleicher Einheit waren, konnte Richter ganz der hohen Aufgabe dienen, die ihm, allen Mitwirkenden und den vielen Zuhörern in der Lukaskirche eine Aufführung der h-moll-Messe ist.

8. September 2008

Neue CDs mit Karl Richter

Bei Andromeda sind zwei neue CDs mit Karl Richter erschienen:

Bach, Messe h-moll BWV 232

Live-Mitschnitt vom 30.11.1956 in der Lukaskirche München mit Antonia Fahberg (Sopran), Hertha Töpper (Alt), Gerd Lutze (Tenor), Franz Kelch (Bass), dem Münchener Bach-Chor und einem Kammerorchester



2CD, ANDRCD 9042, ISBN 383025 490425, zu beziehen über JPC

Bach, Kantaten BWV 23, 56 und 70

Live-Mitschnitt vom 10.02. und 19.10.1957 in der Markuskirche bzw. Lukaskirche München mit Lotte Schädle, Hertha Töpper, Kieth Engen u.a., dem Münchener Bach-Chor und dem Bayerischen Staatsorchester



CD, ANDRCD 9043, ISBN 383025 490432 zu beziehen über JPC

Beide CDs haben eine äußerst spärliche Ausstattung, außer den Namen der Vokalsolisten fehlen auf dem vierseitigen Booklet jegliche weitere Informationen, z.B. zu den (in der h-moll-Messe doch nicht unwichtigen) Instrumentalsolisten, auch gibt es keinerlei Daten zu Karl Richter und zu seinen ersten Jahren in München. Daher möchte ich zwei Interview-Ausschnitte anfügen, in denen Karl Richter zur Frage des Chorklangs seines Bach-Chores und zum Wesen der Bach-Kantaten Stellung nimmt.

Rückblickend auf seine ersten Münchner Jahre sagte Karl Richter 1979 in einem Interview mit der „Welt" unter anderem: „Wir hatten damals einen besonders schönen Chorklang. Damals gab es besonders schöne Stimmen im Bach-Chor. Es war überhaupt eine ganz andere Zeit, die Konzerte waren voll von Studenten, das war das beste Publikum, die brachten auch den ganzen Erfolg. Es war ein Überangebot an jungen Leuten, die im Bach-Chor singen wollten. Überhaupt, die Jugend damals, die wollte singen."

Zum Abschluss der elfteiligen Bach-Ausgabe erschien im Klassik-Journal DG ein Artikel: Karl Richter über Bach. Hier schreibt Richter unter anderem über die Kantaten Bachs: „In der Kantate finden wir wohl den Bach, der sich in der Lehre des Dogmas auskennt, aber zugleich auch Mystik, Poesie, Lyrik, Traurigkeit und Freude in wunderbarer Musik darstellt. Die Kantate ist das eigentliche Zentrum seiner Werke. Nicht nur weil er als Kantor an St. Thomas in Leipzig jede Woche eine solche aufzuführen verpflichtet war, sondern weil er sein unbeschreibliches Wissen und Können aus einer unerschöpflichen Quelle seines musikalischen Genies in seiner Musik von innen heraus formulieren musste. Die Auslegung des Textes der heiligen Schrift, die seelische Tiefe, die hohe Geistigkeit, naive Frömmigkeit, dazu das große Genie machen die Sprache aus, die Bach in seinem Kantatenwerk spricht."