26. Oktober 2011

David Pia - Cellist von internationalem Ruf

Karl Richters Enkel sorgt weiter für Furore



Die grosse Entdeckung aber war David Pia. Seine edle Tongebung und feine Gestaltung der Continuo-Cellostimme fiel bereits bei der Triosonate von Bach auf. Bei dessen 2. Sonate für Cello und Cembalo entfaltete er eine unerhörte Eleganz des Musizieren... (SZ vom 1. April 2010)

Kritik in der Sueddeutschen Zeitung vom 1. April 2010 (PDF)
David Pias Debüt in Luzern (Kritik in deutsch - PDF)
David Pias Debüt in Luzern (Kritik in englisch - PDF)
Aktualisierte Vita (PDF)


Frühere Blogeinträge:
Karl Richters Enkel David Pia...
Neues von David Pia...


Hier können Sie David Pia in einem Mitschnitt von Probe und Konzert der Mahler-Akademie hören und sehen (Cello-Konzert von Camille Saint-Saens)
Melden Sie sich zunächst an und klicken Sie dann auf das Foto des Dirigenten Steinecker!

24. Oktober 2011

Jürgen Natter spielt Orgelwerke von J. S. Bach

Neue CD zum 85. Geburtstag von Karl Richter



 Jürgen Natter, geb. 1981 in Feldkirch/Vorarlberg, spielte anlässlich des 85. Geburtstages seines großen Vorbilds Karl Richter Werke von J.S.Bach auf CD ein. Die Aufnahmen entstanden an der Grass-Späth-Orgel der ehemaligen Klosterkirche von Neu St. Johann in der Schweiz.

Toccata und Fuge d-moll BWV 565
Choralvorspiel "Liebster Jesu, wir sind hier" BWV 731
Toccata und Fuge d-moll (Dorische) BWV 538
Partite diverse sopra "Sei gegrüßet, Jesu gütig" BWV 768
Choralvorspiel "O Mensch, bewein dein Sünde groß" BWV 622
Passacaglia und Fuge c-moll BWV 582



Die Präsentation dieser neu erschienenen CD findet am Mittwoch, 30. November, 20.00 Uhr in der Pfarrkirche Altach statt. Es ist das Auftaktkonzert  zur neuen Konzertreihe Altacher Orgelsoireen. Umrahmt wird die Bachsche Musik dabei von Texten und Lyrik aus der Feder Hesses und Rilkes. 


Ausführliche Informationen zu Jürgen Natter gibt es u.a. auf Wikipedia sowie auf seiner eigenen Homepage.
Die CD kann direkt über Jürgen Natter zum Preis von Euro 22,00 (einschl. Versandkosten) bezogen werden.

Den Track 2, das Choralvorspiel "Liebster Jesu, wir sind hier" können Sie in der folgenden Audiodatei hören.

22. Oktober 2011

Lotte Schädle wird 85 Jahre alt

Herzlichen Glückwunsch zum morgigen Geburtstag




Lotte Schädle, von 1956-1971 eine der wichtgsten Sopranistinnen der Ära Karl Richter, feiert am morgigen Sonntag ihren 85. Geburtstag. Wir gratulieren ihr dazu sehr herzlich und wünschen ihr noch viele weitere Jahre in Gesundheit und Lebensfreude.


Hier die wichtigsten Links zu Lotte Schädle:

Wikipedia
Munzinger
Short Biografy
Bayreuther Festspiele
Karl Richter Blog


18. Oktober 2011

Preview Angebot: Karl Richter in Muenchen (Band 4) Zeitdokumente 1968-1971, verlängert


Das Interesse an der Vorschau des 4. Bandes der Karl Richter war überwältigend. In der Preview-Woche aus Anlass des 85. Geburtstag haben über 1.000 Freunde und Bewunderer des musikalischen Werkes von Karl Richter von diesem Angebot Gebrauch gemacht.

Hier gehts zum Preview des kompletten Bandes: Die Zeitdokumente der Jahre 1968 - 1971

Das zunächst bis 17. Oktober 2011 limitierte Angebot wird (zunächst) auf unbestimmte Zeit verlängert.

Herzlichen Danke Ihren regen Zuspruch - eine starke Motivation für uns, jetzt auch die restlichen zwei Bände dieser Reihe in Angriff zu nehmen.

14. Oktober 2011

Karl Richter zum 85. Geburtstag



Am 15. Oktober 2011 wäre Karl Richter 85 Jahre alt geworden.

Als Karl Richter mit 54 Jahren an Herzversagen starb, gab es große Bestürzung allerorten. Denn Ruhm und Wirkung der von ihm geschaffenen neuen Bach-Tradition und seine Schöpfung des einst weltberühmten Bach-Chores, eines Laien-Chores von professionellem Zuschnitt, hatten eine geradezu hymnische Verehrung in allen Weltteilen geerntet, wie sie kein anderer Kantor des 20. Jahrhunderts - außer vielleicht seinen beiden Lehrern Karl Straube und Günther Ramin - je für sich in Anspruch nehmen konnte. Diese beiden großen Lehrmeister, in deren Obhut Richter, neben der chorischen Erziehung durch Rudolf Mauersberger, aufwuchs, vermittelten ihm die Aufführungspraxis mindestens dreier Generationen... 

...Unglaublich immer wieder die Gedächtnisleistung: Ihm war das gesamte Tastenwerk wie alles, was Bach der menschlichen Stimme anvertraut hat, im Kopf und sofort verfügbar. Oft war er bis zum Konzertbeginn nicht völlig sicher, was auf dem Programmzettel stand. Und im Grunde konnte erst auf dem Weg über seine Interpretationen auf der Orgel oder dem Cembalo wirklich ermessen werden, wie seine Bach-Auffassung sich von Jahr zu Jahr rundete: von äußerster Strenge und Sachlichkeit ausgehend, wuchs er zum Ausdruck jener glutvollen Frömmigkeit, die ihn beseelte.

Wenig kümmerte sich Richter um musikwissenschaftliche Revolutionen, um die jüngere Bach-Forschung. Er ließ sein Bach-Orchester auf modernen Instrumenten spielen und richtete sein ganzes Bemühen daran aus, eine Intensität zu vermitteln, die eine seiner spezifischen Qualitäten ausmachte. Während der Aufführungen enthusiasmierte er Ausführende wie Hörende, und nie konnten die genau Einstudierten sicher sein, ob sie nicht geheimnisvoll in ganz andere Ausdruckssphären und damit andere Tempi und Lautstärken geführt wurden, nicht wissend, wie ihnen geschah. Kein bequemer Künstler war er, folglich auch kein bequemer Mensch. So hat er nicht bloß Anstöße gegeben, sondern auch Anstoß erregt. Wer wie er sein ganzes Leben einsetzt, ohne Rücksicht auf das Herz oder die immer gefährdeten Augen, der kann auch unduldsam bis zur Härte werden, wenn es um das Werk, die Leistung - und nicht zuletzt ums Ansehen ging... 

Er hat das Leben aller, die Musik lieben, reicher gemacht. Und er wäre noch zu damals nur geahnten symphonischen Ufern aufgebrochen. Meine letzte Begegnung mit ihm bei einem Deutschen Requiem von Brahms in Baden-Baden ließ den großen Atem und die Ausdruckstiefe spüren, die er als Dirigent verwirklichen konnte. Auf dem Gebiet der Oper - ich durfte Händels Cesare und Glucks Orfeo mit ihm musizieren - bewährte sich außer seiner improvisatorischen Spannkraft eben jener Umgang der menschlichen Stimme, den ihm das große, aber durch ihn selbst als beendet erklärte Kantaten-Projekt auf der Schallplatte beschert hatte.

(entnommen dem Textbeitrag, den Dietrich Fischer-Dieskau unserer Buch-Dokumentation "Karl Richter - Zeitzeugen erinnern sich) dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat)

12. Oktober 2011

Roland Muhr musiziert zu Karl Richters 85. Geburtstag

Herzliche Einladung zum Gedenkkonzert 
am 16. Oktober 2011 in Fürstenfeldbruck

 

Am kommenden Sonntag, den 16. Oktober 2011, veranstaltet Roland Muhr um 16.00 Uhr das traditionelle Kirchweihkonzert in der Klosterkirche Fürstenfeld / Fürstenfeldbruck. Unter dem Thema SUITEN spielen Alexandra Muhr (Flöte), Bernhard Peschl (Trompete) und Roland Muhr (Orgel) Werke von Henry Purcell, Joseph Bodin Boismortier, Jeremiah Clarke, Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach. Dieses Konzert ist dem legendären Bach-Interpreten Karl Richter anlässlich seines 85. Geburtstages gewidmet. 


Das Konzertprogramm können Sie hier einsehen.

Roland Muhr studierte Kirchenmusik und Orgel von 1967 bis 1969 an der Kirchenmusikschule in Regensburg, von 1969 bis 1973 an der Musikhochschule München in der Orgelklasse, danach in der Meisterklasse von Prof. Karl Richter, die er 1975 mit dem Meisterklassendiplom abschloss. Wiederholt spielte Roland Muhr in Richters Motettenabenden in der Markuskirche die Orgel.

Seit Beginn der 70er Jahre ist er als Kirchenmusiker in Fürstenfeldbruck an der Klosterkirche Fürstenfeld mit ihrer berühmten historischen Orgel von Johann Fux (1736) tätig und hat dort die „Fürstenfelder Bach-Tage“ und den „Fürstenfelder Orgelsommer“ als internationale Konzertreihen ins Leben gerufen. Seit 1986 gibt er im fünfjährigen Turnus Konzerte im Gedenken an den Todestag von Karl Richter.

Über 900 Konzerte führten ihn in alle Länder Europas und nach Amerika. Neben zahlreichen Einspielungen auf Tonträgern produzierte er Rundfunkaufnahmen in Mitteleuropa und Südamerika sowie Fernseh- und Filmaufnahmen in Deutschland, Italien, Österreich und Polen. Zudem ist er künstlerischer Leiter des Ensemble „Solisten des Bayerischen Rundfunks“ (vokal und instrumental), mit dem er vor allem in Südeuropa konzertiert.