13. Februar 2010

Karl Richter in München - Zeitdokumente

Neue DVD: Die Jahre 1958-1959




Die Jahre 1958 und 1959 waren - neben den Abendmusiken, Kantatenabenden, Passionen, Orgel- und Orchesterkonzerten in München - vor allem geprägt von der Schallplatten-einspielung von Bachs Matthäus-Passion, von der Ansbacher Bach-Woche 1959 und von mehreren Konzertreisen nach Italien. Hiervon gibt es nun erstmals auch bewegliche Bilder, die der damalige Geschäftsführer des Münchener Bach-Chores, Heinz Geisel, mit seiner neuen Normal-8-Kamera gedreht hat.

Alle Fotos, Konzertprogramme sowie die Filme der beiden Jahre sind auf dieser dritten Folge der Zeitdokumente enthalten. Zur DVD (mit einem - nur in Deutsch - gesprochenen Kommentar) kommt auch dieses Mal eine Daten-CD mit allen Dokumenten dieser Jahre. Der Preis für DVD + Daten-CD in einer Doppel-Box beträgt Euro 27,00 (im Inland einschl. Versandkosten).

Hiermit ist das erste Jahrzehnt von Karl Richters Wirken in München und bereits weit darüber hinaus nahezu vollständig dokumentiert.

Das erste DVD-Video von Richters Anfangsjahren 1951-1954 enthält chronologisch alle Zeitdokumente dieser Jahre. Das zweite DVD-Video beinhaltet die Jahre 1955-1957.


Es ist faszinierend, den Werdegang des jungen Karl Richters im ersten Jahrzehnt der Münchner Ära anhand der Zeitdokumente und den Interviews mit den (z.T. auch heute noch lebenden) Zeitzeugen zu verfolgen, zumal eine solche Entwicklung in der heutigen Zeit gar nicht mehr möglich wäre. Die „Zeitdokumente" sind deshalb auch als Ergänzung zur Film-Trilogie sehr empfehlenswert.

Bestellung über Conventus Musicus per E-Mail.

Karl Richters 29. Todestag



Gedenktafel am Haupteingang zur Markuskirche München

Am heutigen Montag, dem 15. Februar 2010, jährt sich wieder einmal der Todestag von Karl Richter.

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27. Januar 2010

Anna Reynolds

"Singen ist das Natürlichste der Welt"




Anna Reynolds im Interview zum Karl-Richter-Dokumentation im August 2004

«Karl Richter – den habe ich geliebt! Das war ein wunderbarer Mann. Heute ist die Barockmusik viel weniger romantisch. Aber bei Richter war es so schön! Die Holzbläser waren fantastisch und auch die Streicher. Ich war von 1970 bis 1975 in Bayreuth, und jeden Sommer hatte ich danach in München die Aufnahmen mit den Bach-Kantaten unter Richter. Leider ist er viel zu früh gestorben – er ahnte das. Er sagte mir immer wieder, dass er fürchte, früh sterben zu müssen. Er fehlt.»

Anna Reynolds im Gespräch mit der "Opernwelt". Den gesamten Beitrag können Sie hier auf kultiversum.de lesen!

11. Januar 2010

Siegmund Nimsgern

Herzlichen Glückwunsch zum 70. Geburtstag



Siegmund Nimsgern am 13. Mai 2004 in seinem Haus in St. Ingbert anlässlich eines Interviews für die Buch-Dokumentation "Karl Richter in München - Zeitzeugen erinnern sich"

Siegmund Nimsgern feiert am 14. Januar 2010 seinen 70. Geburtstag. In den Jahren 1970-1974 war Nimsgern der wichtigste Bass-Bariton Karl Richters.
Conventus Musicus gratuliert dem bedeutenden Sänger sehr herzlich und wünscht ihm alles Gute für die Zukunft.


Hier einige Links zu Siegmund Nimsgern:

Wikipedia
Bach-Cantatas (englisch)
Karl Richter-Blog - Nimsgern erinnert sich (1)
Karl Richter-Blog - Nimsgern erinnert sich (2)
Siegmund Nimsgern auf YouTube (Fidelio)
Siegmund Nimsgern auf YouTube (Walküre)

9. Januar 2010

Karl Richter - Zeitdokumente 25 (1954)

Die letzten Konzerte des Jahres


Im Gottesdienst zur Eröffnung des Bayerischen Landtags am 13. Dezember sang der Münchener Bach-Chor die Fest- und Gedenksprüche von Johannes Brahms.


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Der letzte Höhepunkt des Jahres war die Aufführung der Kantaten 1-3 aus Bachs Weihnachtsoratorium, wiederum an zwei Abenden in der Markuskirche. Ein Konzert der ganz besonderen Art vor allem auch deshalb, weil an diesem Abend die in Graz geborene Altistin Hertha Töpper ihr Debüt bei Karl Richter gab. Von da an war die Alt-Partie in Richter-Konzerten für fast zwei Jahrzehnte zumeist mit dieser Ausnahmesängerin besetzt.

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Die Kritiken in der SZ und in der Abendzeitung lassen erahnen, welche Wertschätzung das Münchner Konzertpublikum inzwischen Karl Richter und seinen Musikern entgegenbrachte.




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Alle Karl Richter-Zeitdokumente der Jahre 1951-1954 gibt es inzwischen auch auf DVD, erhältlich bei Conventus Musicus. Nähere Informationen finden Sie hier....

7. Januar 2010

Karl Richter - Zeitdokumente 24 (1954)

In dem Kantatenkonzert vom 21. November erklang erstmals Bachs Kreuzstabkantate, gesungen von Horst Günther aus Leipzig. Zudem dirigierte Karl Richter die Kantate „Wachet auf, ruft uns die Stimme“, die er von allen Kantaten Bachs am häufigsten in sein Programm aufnehmen sollte.



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Die letzte Abendmusik des Jahres zum Totensonntag enthielt wiederum Chorwerke, die Richter bereits mehrfach musiziert hatte. Auffallend ist, dass ihn die Todes-Thematik offensichtlich von Anfang an durch sein recht kurzes Leben begleitet hat.



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Am zweiten Adventssonntag lud die Christi-Himmelfahrtsgemeinde Karl Richter und seinen Bach-Chor zu einem festlichen Konzert nach Freising ein, das im Münchner Merkur angekündigt wurde. Das Programm umfasste die beiden Motetten „Singet dem Herrn ein neues Lied“ und „Jesu, meine Freude“, Karl Richter spielte zwei der großen Orgelwerke Bachs.






Die beiden Kritiken im Münchner Merkur und im Freisinger Tagblatt spiegeln das außergewöhnliche musikalische Ereignis wider.



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Alle Karl Richter-Zeitdokumente der Jahre 1951-1954 gibt es inzwischen auch auf DVD, erhältlich bei Conventus Musicus. Nähere Informationen finden Sie hier....

4. Januar 2010

Karl Richter - Zeitdokumente 23 (1954)

Bach-Tage 1954

Auch 1954 sollten die Bach-Tage vom 6.-14. November der musikalische Höhepunkt des Jahres werden. Karl Richter hatte hierzu Künstler und Ensembles eingeladen, die zur damaligen Zeit den Standart der Bach-Interpretation darstellten. Zwei Konzerte steuerte Richter selbst zusammen mit seinem Bach-Chor bei, die geplante h-moll-Messe kam nicht zur Aufführung. Die Ankündigung in der Süddeutschen Zeitung verprach dennoch ein Kunsterlebnis der besonderen Art.




Am 11. November brachten Karl Richter, sein Bach-Chor sowie die renommierten Vokal- und Instrumentalsolisten in der Lukaskirche zwei Kantaten von Johann Sebastian Bach zu Gehör: „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ und „Ich hatte viel Bekümmernis“.

Tags darauf musizierten Richter und sein Kammerorchester die Brandenburgischen Konzerte Nr. 5 und 6 sowie die D-Dur-Ouvertüre. Agnes Giebel war die Solistin in der Hochzeitskantate „Weichet nur, betrübte Schatten“. Erstmals saß Otto Büchner als Konzertmeister am ersten Pult des zukünftigen Bach-Orchesters.




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Die Besetzungsliste des Kammerorchesters nennt viele Namen, die immer wieder und über Jahre hinweg mit Karl Richter musiziert haben.




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Zu diesem Konzert schrieb die SZ u.a.:



Zum Abschluss der Bach-Tage gastierte am 14. November der Dresdner Kreuzchor in der Lukaskirche.



Hier gab es ein Wiedersehen mit Rudolf Mauersberger, der den jungen Richter entscheidend mitgeprägt hat.




Rudolf Mauersberger


Alle Karl Richter-Zeitdokumente der Jahre 1951-1954 gibt es inzwischen auch auf DVD, erhältlich bei Conventus Musicus. Nähere Informationen finden Sie hier....