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12. Dezember 2013

Karl Richter vor 50 Jahren



In diesen Tagen vor genau 50 Jahren dirigierte Karl Richter einige bemerkenswerte Konzerte in Winterthur, Salzburg und München.

Am 11. Dezember 1963 leitete Richter ein Abonnementskonzert in Winterthur mit Werken von Bach, Mozart und Beethoven. In der Kantate BWV 51 "Jauchzet Gott in allen Landen" sang die erst 25jährige Edith Mathis die Solopartie. Neben Mozarts Sinfonie A-Dur KV 201 stand Beethovens 7. Sinfonie A-Dur op 92 auf dem Programm, wohl das einzige Mal in seiner Karriere.



Heute genau vor 50 Jahren wurde mit Bachs Weihnachtsoratorium, Teil I, eine Tradition eröffnet, die Karl Richter und seine Ensembles alljährlich am Samstag vor dem zweiten Adventssonntag nach Salzburg in das Große Festspielhaus führte. Diese Konzerte waren für den Münchener Bach-Chor und das Bach-Orchester bis zum allerletzten Auftritt 1980 stets der musikalische Höhepunkt der Vorweihnachtszeit.






Fotos, Konzertprogramme und Kritiken sind dem Band 2 der "Karl Richter - Zeitdokumente" (erschienen 2010 bei Conventus Musicus) entnommen.

15. Dezember 2007

Vor 40 Jahren: Bachs h-moll-Messe im Festspielhaus Salzburg



Es war schon Tradition, am Samstag vor dem 1. oder 2. Advent im Großen Festspielhaus zu Salzburg zu singen. Dieses vorweihnachtlliche Konzert fand in jedem Jahr von 1962 bis zu Richters Tod statt, es war immer eine sehr schöne Stimmung. Zur Aufführung kamen u.a. Händels Messias, Bachs h-moll-Messe und natürlich das Weihnachtsoratorium. Dort haben wir auch erstmals alle sechs Kantaten des Weihnachtsoratoriums am Nachmittag und am Abend gesungen. Zwischendurch gab es im Peterskeller ein gutes Abendessen.


Im Großen Festspielhaus Salzburg

Jürgen Rasch und Paul Meisen erinnern sich an die h-moll-Messe am 16. Dezember 1967:

Das Domine Deus bedarf eines Solo-Tenors, und die Stunde der Aufführung rückte näher, aber kein Tenor war in Sicht. John van Kesteren sollte wohl einfliegen und Nebel verhinderte die Landung, wir waren ohne Tenor. Was machen? Soll das 'Domine Deus' ausfallen? Soll es einer vom Chor, Flickinger, singen? Richter entschloss sich dann, dass der gesamte Chor-Tenor den Solopart übernehmen sollte. Das war der stärkste Gegenpart, gegen den ich jemals anzuspielen hatte.

Wir wurden dann ins Künstlerzimmer gebeten, Professor Richter saß am Flügel, und wir haben zwei- oder dreimal das Duett durchgesungen, und Richter konnte sich darauf verlassen, dass im Konzert alles klappt.