22. Juni 2008

Bach-Fest 1968 - Die ersten Konzerte





Karl Heinz Ruppel schrieb in der SZ u. a.:

...Am meisten vermochte Christian Ferras mit der großartigen Fuge aus der g-moll-Sonate für Violine solo zu überzeugen, die er klang- und kraftvoll aus ihrer polyphonen Kühnheit entwickelte, die Geige zum Träger harmonischer Gedanken „umfunktionierend", ohne dabei ihren eigentlichen Charakter als singendes Melodieinstrument zu vergessen. Münchner Bach-Begeisterung entlud sich im Herkulessaal in rauschendem Beifall...




...Tags darauf versammelte Karl Richter in der h-moll-Messe, das Riesenwerk auswendig dirigierend, im Deutschen Museum allen Glanz einer hochbarocken geistlichen Festmusik..., die zu einem Triumph des von ihm geschaffenen und ihm mit spürbarer Begeisterung dienenden Klangkörpers wurde, des Münchener Bach-Chors und Bach-Orchesters, die sich der Verpflichtung ihres inzwischen weltweit gewordenen Ruhmes auch in der Heimat bewusst bleiben... Zum Schluss brach, obgleich Richter einige Zeit beschwichtigend die linke Hand erhoben hielt, ein Beifallssturm aus, in den bald auch Bravorufe hineinhallten.

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