27. September 2007

Vor 40 Jahren: Konzertreise Montreal - Washington D.C. - New York (Teil 3 / Schluss)

vom 21. September - 02. Oktober 1967

Münchener Bach-Chor
Münchener Bach-Orchester

Die Solisten:
Colette Boky, Sopran
Marie-Luise Gilles, Alt
John van Kesteren, Tenor
Victor van Halem, Bass

Leitung: Karl Richter

28. September
Fahrt mit Bussen nach New York. Unterbringung im Hotel Park Sheration.



Hotel Park-Sheraton in New York

29. September
Nachmittags Probe zu Bachs h-moll-Messe in der Carnegie Hall

20.00 Uhr Konzert Bach, Hohe Messe

anschließend Empfang durch das Deutsche Generalkonsulat im Hotel AMERIKANA

30. September
Vormittags Probe zu Haydns Schöpfung in der Carnegie Hall



Karl Richter und das ZDF-Team vor der Carnegie Hall in New York


20.00 Uhr Konzert Haydn, Schöpfung

01. Oktober
Besichtigung und Erkundung New York's

20.00 Uhr Rückflug mit PAA Clipper „Münchener Bach-Chor" nach München (nonstop)



Über den Wolken

02. Oktober

10.40 Uhr Ankunft in München Riem


Unter der Überschrift „Die waren gut ..." schrieb der Musikkritiker Heinz Josef Herbort in der Zeit u.a.:

...So war denn vor allem in den Pausengesprächen immer wieder zu hören, aber auch später in den Rezensionen zu lesen, wie sehr der geradlinige und vibratoarme Chorklang der Münchner den Amerikanern auffiel und gefiel. Rein, plastisch, einheitlich, bewundernswert phrasiert, deutlich artikuliert,
sauber und prächtig im Klang, lobte Alan Kriegsman in der Washington Post; ein unwahrscheinlich disziplinierter Klangkörper Eric McLean im Montreal Star; alles war strahlend und rein, alle waren zusammen, jeder machte Musik, Harald C. Schonberg in der New York Times. Und Zelda Heller ... nannte in der Montreal Gazette die Münchner einen Stradivari-Chor, fand seinen Klang lichtdurchlässig und seinen Leiter raffiniert.

22. September 2007

Vor 40 Jahren: Konzertreise Montreal - Washington - New York (Teil 2)

vom 21. September - 02. Oktober 1967

Münchener Bach-Chor
Münchener Bach-Orchester

Die Solisten:
Colette Boky, Sopran
Marie-Luise Gilles, Alt
John van Kesteren, Tenor
Victor van Halem, Bass

Leitung: Karl Richter

25. September
Vormittags gemeinsame Besichtigung der EXPO 1967



Deutscher Pavillon auf der Weltausstellung 1967 in Montreal

Nachmittags Abflug in zwei Gruppen mit Eastern Airlines nach Baltimore und weiter mit Bussen nach Washington (Hotel MANGER-HAMILTON)



Kapitol in Washington


26. September
Vormittags Probe zu Haydns Schöpfung in der Constitution Hall



Kranzniederlegung vor dem Grab Kennedys auf dem Friedhof Arlington

20.00 Uhr Konzert Haydn, Schöpfung



John van Kesteren beim Empfang in Washington

anschließend Empfang des gesamten Ensembles in der Botschaft der Bundesrepublik (Kulturattaché von Buddenbrock)

27. September
Vormittags Probe zu Bachs h-moll-Messe in der Constitution Hall
20.00 Uhr Konzert Bach, Hohe Messe

Unter der Überschrift „Die waren gut ..." schrieb der Musikkritiker Heinz Josef Herbort in der Wochenzeitung die Zeit u.a.:

"... Das Publikum zeigte sich nach den h-moll-Messen enthusiasmiert, in Washington bot es Richter stehend Ovationen, was, wie mir mein Kollege Joe Foote versicherte, nur in ganz seltenen Fällen vorkomme – und die Kritik mochte den Haydn lieber."

20. September 2007

Vor 40 Jahren: Konzertreise Montreal - Washington - New York (Teil 1)

vom 21. September - 02. Oktober 1967

Münchener Bach-Chor
Münchener Bach-Orchester

Die Solisten:

Colette Boky, Sopran
Marie-Luise Gilles, Alt
John van Kesteren, Tenor
Victor van Halem, Bass

Leitung: Karl Richter

21. September
10.00 Uhr Abflug mit PAA Clipper Münchener Bach-Chor nach Montreal, Kanada über Shannon, Irland


Abflug in München Riem

22. September
Vormittags und nachmittags Probe zu Haydns Schöpfung im Salle Wilfrid-Pelletier


Salle Wilfrid-Pelletier in Montreal

23. September
Vormittags Probe zu Bachs h-moll-Messe im Salle Wilfrid-Pelletier


Karl Richter während der Proben in Montreal

20.00 Uhr Konzert Hohe Messe


John van Kesteren und Colette Boky

24. September
Vormittags Probe zu Haydns Schöpfung im Salle Wilfrid-Pelletier

20.00 Uhr Konzert Schöpfung

anschließend Empfang des gesamten Ensembles durch das Deutsche Generalkonsulat (Generalkonsul Dr. Gerhard Stahlberg) im Foyer des Konzertsaals


Victor van Halem auf dem Empfang in Montreal

Unter der Überschrift „Die waren gut ..."
schrieb der Musikkritiker Heinz Josef Herbort in der Zeit u.a.:

... Auf der Expo, vor einem der Pavillons, wo man in Schlangen steht, um eingelassen zu werden, ging eine Gruppe von Sängern an den Wartenden vorbei, zeigte die Karte vor, die sie als „Mitwirkende" beim „Festival Mondial" auswies, und durfte gleich hinein. „Lass sie", sagte ein Mann in der Schlange, der den Aufdruck „Münchener Bach-Chor" auf den Tragetaschen gelesen hatte, „das sind die Deutschen, die gestern Abend gesungen haben, lass sie vor, die waren gut gestern."

11. September 2007

DVD-Dokumentation Karl Richter Teil III: Faszination und Interpretation



Auch der letzte Teil der Karl Richter Film-Trilogie enthält Ausschnitte aus den Interviews mit Zeitzeugen der Ära Karl Richters, mit ehemaligen Mitgliedern des Münchener Bach-Chores und Bach-Orchesters sowie mit verschiedenen Gesangssolisten und lässt ein äußerst lebendiges Bild von Karl Richters außergewöhnlichen Interpretationen und der sich auf die Zuhörer übertragenen Faszination seines Musizierens entstehen. Zudem dokumentieren zahlreiche Musikbeispiele und Interpretationsvergleiche die Aussagen der Zeitzeugen

Teil 3 der Trilogie ist in der deutschen Fassung inzwischen fertiggestellt. Zur Zeit bearbeitet Maureen Aldenhoff die englische Übersetzung, bis Ende September wird auch das unter Dach und Fach sein, so dass die DVD planmäßig bis spätestens Ende November erscheinen wird.

DVD-Videodokumentation Karl Richter in München (1951 - 1981)
Teil III: Faszination und Interpretation
DVD, ISBN 978-3-00-022647-2 (Deutsch / Englisch), Laufzeit ca. 92 Min.

Der Verkaufspreis bei Conventus Musicus beträgt 28, 95 Euro (inkl. MwSt. und Inlandsversand). Die Trilogie Karl Richter in München (insg. 4 DVDs) kostet 85, 00 Euro (inkl.).

8. September 2007

Heinz Geisel gestorben


Heinz Geisel beim unserem Interview im November 2004

Am gestrigen Freitag, den 7. September 2007, verstarb der langjährige Geschäftsführer des Münchener Bach-Chores, Heinz Geisel, im Alter von 91 Jahren in München.

Heinz Geisel wurde am 25. August 1916 in Halle/Saale geboren. Er sang in Leipzig im Thomanerchor, kam nach dem Krieg nach München und arbeitete dort (fast) bis an sein Lebensende als Architekt. Über seinen Klassenkamerad Gerd Lutze, auch ein ehemaliger Thomaner, lernte er den damaligen Thomasorganisten Karl Richter kennen, als dieser auf einer Konzertreise mit dem Thomanerchor unter der Leitung von Günther Ramin auch in der Markuskirche in München gastierte.

Von 1951 - 1969 fungierte Heinz Geisel als Geschäftsführer des Münchener Bach-Chores, initiierte zusammen mit Karl Richter die ersten großen Konzerte in München, Ottobeuren, bei der Ansbacher Bachwoche und alljährlich in Salzburg, managte zahlreiche Konzertreisen des Bach-Chores, u.a. etliche Male nach Italien, in die Schweiz, nach USA und Kanada, nach Frankreich, Finnland und England, in die damalige UdSSR sowie nach Japan. Nicht zuletzt verstärkte er in all den Jahren mit seiner Stimme den Tenor.


Karl Richter und Heinz Geisel bei der Ansbacher Bachwoche 1961

Auch nach seinem Ausscheiden aus Chor und Geschäftsführung blieb Heinz Geisel dem Bach-Chor im Förderkreis des MBC treu.


MBC Filmdokumente von Heinz Geisel 1958 - 1969 auf DVD

6. September 2007

Hornist Kurt Richter ist gestorben

Im Alter von 92 Jahren verstarb am 31. August 2007 in München der langjährige Solohornist des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Von 1950 - 1978 hatte Kurt Richter (* 21.06. 1915) diese herausragende Stellung inne.

Über ein Jahrzehnt lang war Kurt Richter auch Karl Richters Solohornist, die Schallplatteneinspielungen der h-moll-Messe, des Weihnachtsoratorium, der Brandenburgischen Konzerte, u.a. dokumentieren Kurt Richters künstlerisches Vermächtnis.

Gerne hätten wir einige zusätzlich Informationen und ein Foto veröffentlicht, aber auch eine zweimalige Anfrage beim BR konnte uns nicht weiterhelfen, da sich dort offensichtlich kaum jemand mehr an das einst so hochgeschätzte Mitglied des Orchesters erinnert. "Sic transit gloria mundi!"
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