8. Dezember 2006

Vor 40 Jahren: Weihnachtskonzert in Salzburg

In 1963 war der Münchener Bach-Chor zusammen mit dem Münchener Bach-Orchester unter der Leitung von Karl Richter zum ersten Mal zur vorweihnachtlichen Zeit in Salzburg. Von da ab fand in jedem Jahr bis zu Richters Tod am zweiten oder dritten Adventswochenende dieses traditionelle Weihnachtskonzert statt. Auf dem Programm stand zumeist das Weihnachtsoratorium, aber auch die h-moll-Messe und Händels Messias gelangten dort zur Aufführung.

In unserer Serie Vor 40 Jahren erinnern wir uns heute an den 10. Dezember 1966:


J. S. Bachs Weihnachtsoratorium im Großen Festspielhaus Salzburg

Am Samstag, den 10. Dezember 1966, fuhren die Ensembles zusammen mit den Solisten - wie alljährlich - mit einem Regelzug vormittags vom Münchner Ostbahnhof ab. Eine kurze Stellprobe im Großen Festspielhaus genügte, dann erklangen um 16.00 Uhr die drei ersten Kantaten und um 20.00 Uhr die Kantaten vier bis sechs. Auch das Abendessen im Peterskeller zwischen den beiden Konzerten war beste Tradition.

Als Gesangssolisten waren zu hören:
Ursula Buckel (Sopran), Hertha Töpper (Alt), Ernst Haefliger (Tenor) und Günther Morbach (Bass). Unter den Instrumentalsolisten waren Kurt-Christian Stier als Konzertmeister, Wolfgang Haag und Walter Theurer (Querflöte), Manfred Clement, Gustav Meyer und Hans Brückner (Oboe), Jean-Jacques Thibaud (Trompete) und Norbert Hauptmann sowie Volker Hart (Horn). Das Continuo bildeten Heinrich Klug (Violoncello), Walter Götz (Kontrabass), Detlev Kühn (Fagott) und Hedwig Bilgram (Orgel).

Nach dem zweiten Konzert brachte ein Sonderzug alle Mitwirkenden zurück nach München.

Max Kaindl-Hönig schrieb am Schluss seiner Konzertkritik in den Salzburger Nachrichten:
[...] signifikant für die Begegnung mit dem Werk war das Bild der Jugendlichkeit auf dem Podium ebenso wie in dem vollbesetzten Haus. Damit nicht zuletzt ist der lebendige Impuls erwiesen, der die festliche Aufführung des Weihnachtsoratoriums zu einer neuen Tradition hat werden lassen.. Die Stiftung Mozarteum ist zu beglückwünschen, daß sie Salzburg auch schon für 1967 das gleiche Ereignis in der Wiederkehr sichern konnte.
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