27. Februar 2012

Maurice André ist gestorben




Maurice André am 27. April 1986 in Münsterschwarzach (Foto: privat)

Der französische Startrompeter Maurice André ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag (kurz vor Mitternacht) im Alter von 78 Jahren im südwestfranzösischen Bayonne (Baskenland) gestorben.

Anstelle einer Würdigung des großen Künstlers, die in den Fachzeitschriften und überregionalen Tageszeitungen erfolgen wird, möchte ich einige Fotos präsentieren, die in der Zusammenarbeit von Maurice André mit Karl Richter entstanden sind. Ich hatte das außergewöhnliche Glück, Maurice André in den Jahren seiner Auftritte bei Schallplattenaufnahmen, Konzerten und Tournéen mit Karl Richter und dem Münchener Bach-Chor von 1964-1969 erleben zu dürfen. Zudem konnte ich ihn in den 1980er Jahren dreimal zusammen mit der Organistin Hedwig Bilgram für die Abteikonzerte des Conventus Musicus Münsterschwarzach verpflichten. Sowohl die unnachahmlichen Konzerte als auch der jeweilige "Nachklang" im altehrwürdigen "Benediktiner" bleiben 
in bester Erinnerung.


Maurice André auf Konzertreise 1964 in Palermo



Maurice André auf Konzertreise 1965 in den USA



Maurice André auf Konzertreise 1965 in den USA



Maurice André auf Konzertreise 1966 in Finnland



Maurice André mit Karl Richter auf Konzertreise 1966 in Finnland



Maurice André mit Ursula Buckel auf Konzertreise 1966 in Finnland



Maurice André mit Ursula Buckel und Hertha Töpper auf Konzertreise 1966 in Finnland




Ein Autogramm von Maurice André, der bei den Aufführungen der h-moll-Messe stets meine Studienpartitur zum Mitlesen erbeten hat. Wir sangen die Messe eigentlich immer auswendig und hatten die Noten lediglich für das Publikum in Händen.



Maurice André mit Otto Büchner vor dem Orchesterkonzert beim Bachfest 1969



Maurice André mit seiner Frau nach dem Abteikonzert 1986 in Münsterschwarzach


Kommentare:

  1. Norbert RüdellFebruar 27, 2012

    Danke für diese Bildergalerie, das Motiv mit Büchner/André kannte ich noch nicht. Das waren Persönlichkeiten. Da schleicht sich Wehmut ein...

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    1. Johannes MartinFebruar 28, 2012

      Ja, so ist es, lieber Norbert Rüdell! Einer geht nach dem Anderen, aber die Erinnerung bleibt.

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  2. Danke lieber Martin für deine schöne Fotogalerie mit Maurice André, die teilweise mir unbekannt waren. Die Erinnerungen werden an diesen großartigen Künstler wieder hervorgerufen und bezeugen, was wir für immer verloren haben.

    Herzliche Grüße
    Volker

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    1. Johannes MartinFebruar 28, 2012

      Danke auch Dir, lieber Volker, für die einfühlsamen Worte! So ist es, einen solch musikantischen Trompeter werden wir wohl nicht mehr live erleben können.

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  3. Maurice André war der "beste" Bachtrompeter der 60er Jahre. Das sieht man auch daran, dass Aufführungen verschiedener Dirigenten - z.B. von Weihnachtsoratorium oder h-moll-Messe - stets unterschiedliche Solisten brachten, diese Regel beim Trompeter aber brachen: Das war Maurice André. Nach meiner Beobachtung ließ Richter ihm schon mal Extrawürste braten. So huschte André in einem von mir erlebten Konzert erst vor Beginn seines Partes auf seinen Sitz.Ich glaube nicht, daß er zu Beginn des Konzertes noch nicht da war. Da hätte sein Hinzukommen vermutlich anders ausgesehen und der Konzertbeginn wäre nicht so pünktlich gewesen.

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  4. Maurice André war wirklich der beste Trompeter des vergangenen Jahrhunderts. Er spielte nicht nur nahezu perfekt, vor allem aber immer höchst musikalisch. Sein Trompetenton war einmalig und unverwechselbar, seine Triller unbeschreiblich, sein Wesen stets frohgemut. So haben wir ihn im Chor erlebt.

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