27. Januar 2010

Anna Reynolds

"Singen ist das Natürlichste der Welt"




Anna Reynolds im Interview zum Karl-Richter-Dokumentation im August 2004

«Karl Richter – den habe ich geliebt! Das war ein wunderbarer Mann. Heute ist die Barockmusik viel weniger romantisch. Aber bei Richter war es so schön! Die Holzbläser waren fantastisch und auch die Streicher. Ich war von 1970 bis 1975 in Bayreuth, und jeden Sommer hatte ich danach in München die Aufnahmen mit den Bach-Kantaten unter Richter. Leider ist er viel zu früh gestorben – er ahnte das. Er sagte mir immer wieder, dass er fürchte, früh sterben zu müssen. Er fehlt.»

Anna Reynolds im Gespräch mit der "Opernwelt". Den gesamten Beitrag können Sie hier auf kultiversum.de lesen!

11. Januar 2010

Siegmund Nimsgern

Herzlichen Glückwunsch zum 70. Geburtstag



Siegmund Nimsgern am 13. Mai 2004 in seinem Haus in St. Ingbert anlässlich eines Interviews für die Buch-Dokumentation "Karl Richter in München - Zeitzeugen erinnern sich"

Siegmund Nimsgern feiert am 14. Januar 2010 seinen 70. Geburtstag. In den Jahren 1970-1974 war Nimsgern der wichtigste Bass-Bariton Karl Richters.
Conventus Musicus gratuliert dem bedeutenden Sänger sehr herzlich und wünscht ihm alles Gute für die Zukunft.


Hier einige Links zu Siegmund Nimsgern:

Wikipedia
Bach-Cantatas (englisch)
Karl Richter-Blog - Nimsgern erinnert sich (1)
Karl Richter-Blog - Nimsgern erinnert sich (2)
Siegmund Nimsgern auf YouTube (Fidelio)
Siegmund Nimsgern auf YouTube (Walküre)

9. Januar 2010

Karl Richter - Zeitdokumente 25 (1954)

Die letzten Konzerte des Jahres


Im Gottesdienst zur Eröffnung des Bayerischen Landtags am 13. Dezember sang der Münchener Bach-Chor die Fest- und Gedenksprüche von Johannes Brahms.


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Der letzte Höhepunkt des Jahres war die Aufführung der Kantaten 1-3 aus Bachs Weihnachtsoratorium, wiederum an zwei Abenden in der Markuskirche. Ein Konzert der ganz besonderen Art vor allem auch deshalb, weil an diesem Abend die in Graz geborene Altistin Hertha Töpper ihr Debüt bei Karl Richter gab. Von da an war die Alt-Partie in Richter-Konzerten für fast zwei Jahrzehnte zumeist mit dieser Ausnahmesängerin besetzt.

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Die Kritiken in der SZ und in der Abendzeitung lassen erahnen, welche Wertschätzung das Münchner Konzertpublikum inzwischen Karl Richter und seinen Musikern entgegenbrachte.




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Alle Karl Richter-Zeitdokumente der Jahre 1951-1954 gibt es inzwischen auch auf DVD, erhältlich bei Conventus Musicus. Nähere Informationen finden Sie hier....

7. Januar 2010

Karl Richter - Zeitdokumente 24 (1954)

In dem Kantatenkonzert vom 21. November erklang erstmals Bachs Kreuzstabkantate, gesungen von Horst Günther aus Leipzig. Zudem dirigierte Karl Richter die Kantate „Wachet auf, ruft uns die Stimme“, die er von allen Kantaten Bachs am häufigsten in sein Programm aufnehmen sollte.



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Die letzte Abendmusik des Jahres zum Totensonntag enthielt wiederum Chorwerke, die Richter bereits mehrfach musiziert hatte. Auffallend ist, dass ihn die Todes-Thematik offensichtlich von Anfang an durch sein recht kurzes Leben begleitet hat.



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Am zweiten Adventssonntag lud die Christi-Himmelfahrtsgemeinde Karl Richter und seinen Bach-Chor zu einem festlichen Konzert nach Freising ein, das im Münchner Merkur angekündigt wurde. Das Programm umfasste die beiden Motetten „Singet dem Herrn ein neues Lied“ und „Jesu, meine Freude“, Karl Richter spielte zwei der großen Orgelwerke Bachs.






Die beiden Kritiken im Münchner Merkur und im Freisinger Tagblatt spiegeln das außergewöhnliche musikalische Ereignis wider.



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Alle Karl Richter-Zeitdokumente der Jahre 1951-1954 gibt es inzwischen auch auf DVD, erhältlich bei Conventus Musicus. Nähere Informationen finden Sie hier....

4. Januar 2010

Karl Richter - Zeitdokumente 23 (1954)

Bach-Tage 1954

Auch 1954 sollten die Bach-Tage vom 6.-14. November der musikalische Höhepunkt des Jahres werden. Karl Richter hatte hierzu Künstler und Ensembles eingeladen, die zur damaligen Zeit den Standart der Bach-Interpretation darstellten. Zwei Konzerte steuerte Richter selbst zusammen mit seinem Bach-Chor bei, die geplante h-moll-Messe kam nicht zur Aufführung. Die Ankündigung in der Süddeutschen Zeitung verprach dennoch ein Kunsterlebnis der besonderen Art.




Am 11. November brachten Karl Richter, sein Bach-Chor sowie die renommierten Vokal- und Instrumentalsolisten in der Lukaskirche zwei Kantaten von Johann Sebastian Bach zu Gehör: „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ und „Ich hatte viel Bekümmernis“.

Tags darauf musizierten Richter und sein Kammerorchester die Brandenburgischen Konzerte Nr. 5 und 6 sowie die D-Dur-Ouvertüre. Agnes Giebel war die Solistin in der Hochzeitskantate „Weichet nur, betrübte Schatten“. Erstmals saß Otto Büchner als Konzertmeister am ersten Pult des zukünftigen Bach-Orchesters.




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Die Besetzungsliste des Kammerorchesters nennt viele Namen, die immer wieder und über Jahre hinweg mit Karl Richter musiziert haben.




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Zu diesem Konzert schrieb die SZ u.a.:



Zum Abschluss der Bach-Tage gastierte am 14. November der Dresdner Kreuzchor in der Lukaskirche.



Hier gab es ein Wiedersehen mit Rudolf Mauersberger, der den jungen Richter entscheidend mitgeprägt hat.




Rudolf Mauersberger


Alle Karl Richter-Zeitdokumente der Jahre 1951-1954 gibt es inzwischen auch auf DVD, erhältlich bei Conventus Musicus. Nähere Informationen finden Sie hier....

2. Januar 2010

Karl Richter - Zeitdokumente 22 (1954)

Nach einer längeren Pause wird die Reihe Karl Richter - Zeitdokumente in den kommenden Wochen und Monaten fortgesetzt.



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Nach der Sommerpause stand am 12. September zum zweiten Mal ein Bach-Kantaten-Abend an. Die Motette „Jesu, meine Freude“ wurde von den Kantaten „Jesu, der du meine Seele“ und „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“ eingerahmt.Auffallend ist, dass der neue Name des Chores häufig nicht korrekt wiedergegeben wurde, selbst auf den in eigener Verantwortung des Bach-Chores erstellten Plakaten und Programmzetteln.



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Im Münchner Merkur war zu diesem Konzert zu lesen.




Die monatliche Abendmusik am 24. September enthielt Chor- und Orgelwerke, die man bereits zum Repertoire zählen konnte, und die Karl Richter auch in späteren Jahren immer wieder aufs Programm setzte, wie auch die Brahms-Motette „Warum ist das Licht gegeben den Mühseligen“.



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Die dritte „Bach-Kantate“ des Jahres am 10. Oktober brachte die Kantaten „Ich habe genug“ und „Wachet, betet, seit bereit“, Karl Richter spielte zwischen den beiden Kantaten Präludium und Fuge D-Dur, ein hoch virtuoses Orgelwerk, das er nicht so oft in sein Programm aufnahm.



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Der vorgesehene Bassist für die Solokantate „Es ist genug“, Hermann Schey aus Amsterdam, den Richter in Ansbach kennengelernt hatte, war erkrankt, für ihn sprang kurzfristig Franz Kelch ein. Sehr lebhaft erinnert sich der 93jährige noch heute an den Anruf von Karl Richter um 18.30 Uhr, nur 90 Minuten vor Konzertbeginn in der Markuskirche.

"Wir waren so gut aufeinander eingespielt, dass ich sogar einmal kurzerhand einsprang, um die bekannt schwierige Solo-Kantate BWV 82 „Ich habe genug“ ohne Orchesterprobe zu übernehmen. Der holländische Bassist Hermann Schey, ein damals etwa 65 Jahre alter, sehr geschätzter Konzertsänger, hatte erst am Nachmittag des Aufführungstages abgesagt. Richter rief mich an, und wir vereinbarten eine Verständigungsprobe am Klavier im Pfarrsaal der Markuskirche, eine halbe Stunde vor der Aufführung, sprachen uns nur flüchtig über die Tempi und die Besonderheiten in den Rezitativen ab – und die Aufführung gelang bestens."

Auch die beiden Chorwerke der Abendmusik vom 22. Oktober zählten schon länger zum Repertoire das Bach-Chores, die Fest- und Gedenksprüche von Johannes Brahms und die Musikalischen Exequien von Heinrich Schütz.



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Alle Karl Richter-Zeitdokumente der Jahre 1951-1954 gibt es inzwischen auch auf DVD, erhältlich bei Conventus Musicus. Nähere Informationen finden Sie hier....
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