15. März 2009

Karl Richter und seine Zeitzeugen im O-Ton

Wir haben inzwischen eine praktikable und einfach zuhandhabende Möglichkeit gefunden, wie man auf dem Blog Audiodateien direkt abspielen kann. So lassen sich die Stimmen von Karl Richter und den Zeitzeugen wirkungsvoll in die entsprechenden Blog-Einträge einbauen.

Im heutigen ersten Audiobeitrag skizziert Karl Richter in einem Interview des ORF vom 14. April 1967 seinen Lebensweg von der Kindheit bis in die 1960er Jahre.








11. März 2009

Karl Richter - Zeitdokumente 16 (1953)

In den Tagen vom 26. - 29. November 1953 versammelte sich der Heinrich-Schütz-Kreis unter der Leitung von Karl Richter im Herkulessaal der Münchner Residenz zur ersten Schallplattenaufnahme bei der Deutschen Grammophon Gesellschaft. Auf dem Programm standen die MUSIKALISCHEN EXEQUIEN von Heinrich Schütz. Als Solisten wirkten mit:

Elisabeth Lindermeier und Anneliese Seitz, Sopran
Ruth Michaelis, Alt
Friedrich Brückner-Rüggeberg, Tenor
Rudolf Gantner, Brian Hanson und Max Proebstl, Bass
Oswald Uhl, Viola da Gamba
Franz Ortner, Kontrabass
Heinrich Wiesmeier, Orgel

Eingebettet in die Aufnahmesitzungen war die Abendmusik vom 27. November in der Markuskirche.




Die Kantaten 1-3 von Bachs Weihnachtsoratorium am 15. und 18. Dezember sahen wiederum eine überfüllte Markuskirche.



Die Kritik war voll des Lobes (Süddeutsche Zeitung - Münchner Merkur).





Das Weihnachtsliedersingen am 20. Dezember rundete ein arbeitsreiches und erfolgreiches Jahr 1953 ab.



5. März 2009

Horst Laubenthal

Herzlichen Glückwunsch zum 70. Geburtstag




Horst Laubenthal im September 1969 bei den Filmaufnahmen zu Bachs Messe h-moll in der Klosterkirche zu Dießen am Ammersee

Am 8. März 1939 wurde Horst Laubenthal in Eisfeld/Thüringen geboren. Am Sonntag feiert er in Pöcking am Starnberger See seinen 70 Geburtstag.

In unserer Buch-Dokumentation „Karl Richter in München - Zeitzeugen erinnern sich" erzählt Horst Laubenthal von seinen ersten Kontakten zu Karl Richter.

Schon während meiner Studienzeit, ich habe in München an der Musikhochschule studiert, war ich in fast allen Konzerten von Karl Richter, weil es mich interessiert hat, denn Bach hat mich immer interessiert. Abgesehen davon kam ich aus einer Familie, in der sehr viel Bach musiziert wurde. Und schon als Student hatte ich vor, möglichst schnell mit Richter musizieren zu können, was mir dann auch gelang.

Ich erinnere mich noch an das erste Vorsingen. Da wurde ich in die Hochschule bestellt. Ich weiß nicht, wer mich da hin vermittelt hat, ob das Hanno Blaschke war oder irgend einer, der mich kannte. Ich hatte die meisten Sachen noch gar nicht gesungen, nur die Matthäus-Passion, noch keine Johannes-Passion. Wir haben zwei oder drei Rezitative aus der Matthäus-Passion gemacht und die große Stelle: Und ging hinaus und weinete bitterlich. Dann fragte er: „Haben Sie da Zeit oder da Zeit", und so habe ich durch das kleine Vorsingen gleich mehrere Konzerte bekommen, als erstes einen Kantatenabend in der Markuskirche am Totensonntag 1968, und ich war sehr froh, schon so früh mit Karl Richter zusammen musizieren zu dürfen. Aber ich hatte ihn auch jahrelang wirklich beobachtet, um seinen Stil in mich aufzunehmen.



Am 24. November 1968, dem Totensonntag, sang Horst Laubenthal erstmalig in einem Kantatenabend in der Markuskirche. Auf dem Programm standen die Kantaten BWV 140 (Wachet auf, ruft uns die Stimme), BWV 180 (Schmücke dich, o liebe Seele) und BWV 106 (Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit - Actus tragicus).

Karl Schuman schrieb über Horst Laubenthals Debüt bei Karl Richter in der SZ:





Das vollständige Interview mit Horst Laubenthal gibt es bei Conventus Musicus auf DVD.

Detaillierte Informationen zur Vita von Horst Laubenthal findet man bei
Bach-Cantatas
Wikipedia
Tamino-Klassikforum

4. März 2009

Karl Richter - Zeitdokumente 15 (1953)



Im November 1953 veranstaltete der Münchner Bach-Verein e.V. anlässlich seines 35-jährigen Bestehens zum ersten Mal die Münchener Bach-Tage und begründete damit eine Tradition, die in den folgenden Jahrzehnten, vor allem ab 1965 als Münchener Bach-Fest, zu einem wesentlichen Bestandteil des Münchner Kulturlebens wurde.

In der Konzertreihe vom November 1953 musizierte Karl Richter in sechs Konzerten die ganze Bannbreite der Bach-Interpretation, die sich in den beiden Jahren seines Wirkens an St. Markus entwickelt hatte. Zur Aufführung gelangten u.a. die h-moll-Messe (Programm) , die Goldberg-Variationen (Programm) und Instrumentalwerke (Programm).



Begeisternde Kritiken waren u.a. zu lesen in der Münchner Kirchenzeitung und im Münchner Merkur.



Den Abschluss der Bach-Tage bildete ein Kammerkonzert mit der D-Dur-Ouvertüre, drei Instrumentalkonzerten und dem 5. Brandenburgischen Konzert. Die Besetzungliste der Instrumentalsolisten enthält bereits zahreiche Namen, die zum Teil bis in die 1970er Jahre hinein zum festen Stamm des (späteren) Bach-Orchesters gehörten.



Karl Schumann brachte, wie Richter später einmal bemerkte, mit seiner Rezension in der Süddeutschen Zeitung den endgültigen Durchbruch in München und von da an auch über die Grenzen der Stadt hinaus.



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